Der Heilpraktiker – ein Scharlatan oder seriöser Heilkundiger?

Februar 2007

Aktuelle Meinungsumfrage unterstreicht Stellung des Heilpraktikers im Gesundheitswesen

Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach zeigt, dass rund 80% aller Bundesbürger Naturheilmittel bevorzugen – und das seit Jahren mit steigender Tendenz. Jeder dritte Befragte ist sogar davon überzeugt, dass es immer mehr auf die Naturheilkunde ankomme und natürliche Heilverfahren gefördert werden müssen. Ein bedeutender Grund dieser Entwicklung ist das gewachsene Umweltbewusstsein vieler Patienten. Immer mehr Menschen hegen nämlich Vorbehalte oder haben sogar Angst vor chemisch-synthetischen Arzneimitteln und deren Nebenwirkungen. Heilpflanzen dagegen werden nach Ansicht vieler Patienten als praktisch nebenwirkungsfrei angesehen. Zwei von drei Befragten gaben an, im Krankheitsfall ... lieber Naturheilmittel einzunehmen.

Die Patienten sind außerdem aufgeklärter, aktiver und anspruchsvoller. Eine unter dem Titel „Gesundheit 2010“ veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers als auch die obengenannte Allensbacher Umfrage erbrachten folgende Aussagen und mehrheitliche Meinung: Die Ärzte nehmen sich immer weniger Zeit, werden auch immer weniger Zeit für ihre Patienten haben, die Patienten fühlen sich im Stich gelassen. Die Angst vor einer seelenlosen und unpersönlichen Apparatemedizin wächst. Viele Patienten wollen nicht mehr als „Fall“ sondern als Mensch behandelt werden und sehnen sich nach Zuwendung und ganzheitlicher Behandlung. Mehr als die Hälfte unter 200 befragten Patienten aus naturheilkundlichen Kliniken hatten ganz konkret schlechte Erfahrungen mit der Schulmedizin gemacht.

Ein Heilpraktiker betrachtet jeden Patienten individuell und unter dem Aspekt seiner Einzigartigkeit. Dafür benötigt er relativ viel Zeit, um Krankheitsbild und dazugehörige Lebensumstände zu erkennen. Der Heilpraktiker versucht grundsätzlich die Ursachen der Krankheit herauszufinden. Anschließend wird eine geeignete naturheilkundliche Behandlung angewandt, werden ebensolche, eventuell nötige Arzneien verschrieben, damit die Beschwerden eines Patienten möglichst ohne Nebenwirkungen gelindert oder auch geheilt werden können. Ganz wichtig sind dabei auch gezielte Hinweise zu einer gesunden Ernährung und Lebensführung.

Heilpraktiker müssen laut Gesetz umfangreiche Prüfungen an den Gesundheitsämtern und vor Amtsärzten ablegen, bevor sie ihre Zulassung bekommen. In diesen Prüfungen wird detailliertes medizinisches Wissen und Können verlangt, um sicherzustellen, dass der zukünftige Heilpraktiker keine Gefahr für die Gesundheit seiner künftigen Patienten darstellt. Die anschließende ständige Fortbildung ist dabei für jeden Heilpraktiker eine Verpflichtung. Die Palette der naturheilkundlichen Behandlungsmethoden ist umfassend. Besonders bekannt sind natürlich die Akupunktur, die Homöopathie oder auch die Kneipp`schen Wasseranwendungen. Traditionelle Methoden und Anwendungen sind z.B. die Irisdiagnose, das Schröpfen oder die Behandlung mit Blutegeln. Eine moderne Methode zur Diagnose und Behandlung ist die Bioresonanztherapie. Im Gegensatz zur Schulmedizin, die oft nur die Symptome behandelt, setzt die Naturheilkunde auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und eine gezielte Gesundheitsvorsorge.

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