„Lasst das Heilpraktikergesetz unangetastet, es hat sich bewährt!“

März 2009

- Heilpraktiker entlasten das Gesundheitssystem trotz Kahlschlag naturheilkundlicher Arzneimittel

Anlässlich eines parlamentarischen Abends forderten Die Deutschen Heilpraktikerverbände (DDH), das seit nunmehr siebzig Jahren geltende Heilpraktikergesetz nicht anzutasten. Die Akzeptanz des Heilpraktikerberufes und allgemein der Naturheilkunde sei in der Bevölkerung hoch und steigend, „wir Heilpraktiker wollen von der Politik nur in Ruhe gelassen werden und in Ruhe am Patienten arbeiten“. Das fand auch die Zustimmung der anwesenden Bundespolitiker, die Mitte März im Rahmen eines parlamentarischen Abends in Berlin mit Heilpraktikervertretern in konstruktiver Gesprächsatmosphäre über den Beruf und die Zukunft des Heilpraktikerberufes debattierten. Von der UNION DEUTSCHER HEILPRAKTIKER waren die Präsidentin Monika Gerhardus (Hessen) und ihre Vizepräsidenten Bernd Saenger (Bayern) und Hartmut Lockenvitz (Nordrhein-Westfalen) zugegen.
Die Deutschen Heilpraktikerverbände, ein Zusammenschluss der fünf größten und mitgliederstärksten Heilpraktikerverbände in Deutschland - Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH), Freie Heilpraktiker (FH), Freier Verband Deutscher Heilpraktiker (FVDH), Union Deutscher Heilpraktiker (UDH) und Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH) - vertreten rund 90 Prozent aller deutschen Heilpraktiker und gelten damit als maßgeblicher Ansprechpartner in allen berufsständischen Fragen.
Die Gesundheitspolitik wird zur Zeit durch viele arbeitsintensive Themen wie Patientenschutz, Stammzellforschung, Forderungen einzelner Ärztegruppen sowie von Kliniken und die wirtschaftliche Situation des Gesundheitssystems bestimmt. Die Heilpraktikerverbände betonten in diesem Zusammenhang, dass die Gesellschaft durch die Tätigkeit des Heilpraktikers nicht nur medizinischen sondern auch großen volkswirtschaftlichen Nutzen hat. Der Patient in der Naturheilpraxis übernimmt die vom Gesundheitswesen allgemein erwünschte Eigenverantwortung an seiner Gesundheit, und er beteiligt sich obendrein an der Finanzierung. Das würde wohl kein Patient tun, wenn er nicht einen spürbaren gesundheitlichen Vorteil für sich persönlich erkennen würde, so das Fazit der Helipraktiker.
Da der Heilpraktiker bei seinen Behandlungsmethoden die Natur nachahmt, ergibt sich – aus der Natur der Sache heraus – auch eine nahezu unüberschaubare Vielfalt innerhalb seines Berufes. Auch die Wege, das Wissen dazu zu erlangen, simd überaus vielfältig. Eine überschaubare Struktur über die Tätigkeit und die Ausbildungsstandards wäre ein Wunsch der Gesundheitspolitiker. Die Verbände erklärten dazu, dass sie mit Hilfe ihrer Richtlinien und zertifizierten Ausbildungsangebote ein hohes Maß an Qualifikation zur Ausübung des Heilpraktikerberufes erreichen. Die Heilpraktikerverbände sorgen über das gesamte Bundesgebiet hinweg für die Möglichkeit der Fort- und Weiterbildung. Hierbei stehen alle DDH-Verbände in gegenseitigem kollegialem Austausch. Fünf Verbände beteiligen sich an der Beurteilung, ob eine Ausbildung zertifiziert werden kann oder nicht. Das gewährleistet ein Höchstmaß an Objektivität und eine Zertifizierung nach den Richtlinien der DDH ist demgemäß nicht nur das Individualangebot eines einzelnen Verbandes. Allerdings lässt sich eine Begabung für eine bestimmte Therapieform nicht durch eine vorgegebene Stundenanzahl erlangen, sodass Stundenvorgaben für einen Ausbildungsweg nicht wirklich auch eine Aussage über die Qualität und Fähigkeit eines Heilpraktikers zulassen.
Mit Sorge betrachten die Gesundheitspolitiker jedweder Couleur den regelrechten Kahlschlag der naturkundlichen Arzneimittel, der durch europäische Vorgaben in Gang gesetzt wurde. Mit Bedauern teilten sie mit, dass ihnen in diesem Punkt die Hände gebunden sind.
„Heilpraktiker – Kompetenz und Qualität in Sachen Naturheilkunde“ heißt auch das Motto der diesjährigen Heilpraktikertage in Hannover, die am 2. und 3. Mai im Hannover Congress Centrum stattfinden werden. Die Veranstalter, Die Deutschen Heilpraktikerverbände, erwarten dazu rund 3.000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet in der niedersächsischen Metropole. Im Mittelpunkt der zweitägigen Fachveranstaltung steht ein umfangreiches Vortrags- und Workshopprogramm.. Die weitgefasste Themenpalette reicht von Allergien, über Autoimmunkrankheiten, Nahrungsunverträglichkeiten, Kinder in der Naturheilpraxis, Dunkelfeld-Diagnostik, Blutegel-Therapie, Akupunktur bis hin zum Burn-Out-Syndrom.

Pressekontakt:
Monika Gerhardus
Präsidentin der UNION DEUTSCHER HEILPRAKTIKER e.V. (UDH)